Traumafolgetherapien

In einer akut traumatischen Situation sind einige Regeln der normalen Erlebnisverarbeitung außer Kraft gesetzt. Es kommt zur Veränderung des Zeit-, Raum- und Selbsterlebens, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirken kann.

„Brainspotting“ ist eine von mehreren neuen Methoden, mit der ich in meiner Praxis viel Erfolg habe und sehr gute Erfahrungen mache. Die PatientInnen sind in erster Linie angehalten, die eigenen Zustände von Unruhe und Anspannung gut spüren zu lernen. In einem weiteren Schritt üben wir, Körper, Seele und Geist in Ruhe und Entspannung zu versetzen. In diesem Ruhezustand kann die „Einarbeitung des Traumas“ in neuronale Netzwerke gelingen, sodass belastende Traumafolgen wie etwa Streßreaktionen, Dissoziationen oder Affekt-Überschwemmungen seltener und leichter erkennbar und lenkbar werden und oftmals ganz in den Hintergrund treten. Die PatientInnen berichten von großen Erleichterungen und Zunahme der Lebensqualität. Ich praktiziere zudem eine Reihe von gestalttherapeutischen und methodenübergreifenden Übungen in der therapeutischen Arbeit, die ich auf die jeweiligen Bedürfnisse anpasse und mit den PatientInnen abstimme.